|
ZU DEN UNTERSEITEN VON "INTERAKTIONEN";
|
Interaktionen
Schwäne und die "Hand der Unvernunft" (ES IST NICHT MEINE!!!): Schwäne sollten nicht gefüttert werden, schon gar nicht mit Brot oder gar verschimmelten Resten aus dem eigenen Küchengeschehen. Das Verdauungssystem der Schwäne ist NICHT für derartiges Futter geeignet. Zudem schadet diese Fütterung der Wasserqualität und schädigt letztlich Fauna und Flora. Was für das Füttern von Tieren gilt, sollte man auch bei der "geistigen Fütterung" von Menschen beachten: nicht alles, was angeboten und praktiziert wird, ist da auch von Nutzen. Und das richtige "Füttern" ist an notwendige Voraussetzungen gebunden -- unabdinglich! Hier gilt leider häufig: Gut gedacht (sofern überhaupt das zutrifft) ist nicht immer gut gemacht ...
Schule interagiert -- so zumindest viele erklärte Absichten -- mit vielerlei Instanzen. Da denke ich an die breite Öffentlichkeit zuallererst, was das Geschehen außerhalb des engeren Schulkontextes angeht. Wirtschaft, Verwaltung, Behörden, Kulturforen, Politik, Vereine, Betriebspraktika u.a.m. sind / wären da zu nennen. Schule hat -- bei aller (behaupteten oder tatsächlichen) Durchlässigkeit gleichwohl unübersehbare hierarchische Strukturen. Eine immer zunehmendere Bedeutung kommt (respektive sollte ...) der Kita-Arbeit zu, von der anspruchsvolle vorschulische Orientierung abverlangt wird, dies besonders auch mit Blick auf Integration und Schaffung von Grundlagen, die in immer mehr Elternhäusern (oder deren Substitute) nicht mehr geleistet werden (können). Dann kennen wir ja die Grundschulen, eine Schulform, die gerade vor dem Hintergrund faktischer Auslesepraxis für viele Kinder immer mehr auch psychische Probleme schafft. Diese sind sehr häufig vor allem dem Auslesedruck geschuldet. Und dieser hängt vielfach mit (häufig unrealistischen) Erwartungshaltungen zusammen. Statt für das individuelle Kind die jeweils individuell optimale Lösung hinsichtlich Schullaufbahn zu wählen, orientieren sich viele Kreise (übrigens vor allem die Politik, aber auch die Schule selbst!) häufig an abstrakten und (nicht nur organisatorisch) unhaltbaren Vorgaben. Wie oft werden da -- sicherlich vom Prinzip her bejahenswerte -- Ziele gesetzt, die Schule dann jedoch mit der Erfüllung dieser Aufgaben alleine gelassen. Ein besonders tragisches Beispiel scheint mir hier die Inklusion zu sein! Sicherlich ein begrüßenswerter Weg. Aber man muß dann auch die Voraussetzungen schaffen, daß dieser Weg optimal auch gegangen werden kann. Ein Ziel zu benennen, die Bedingungen der Möglichkeiten zur Erreichung derartiger Zeile außer Acht zu lassen, ist jedenfalls nicht zielführend. Dieses Kurzschlußhandeln schafft falsche Erwartungshaltung, zuviel an Überforderung derjenigen, die das dann vor Ort umsetzen sollen und letztlich mehr Frustration auch bei den jungen Menschen, denen man mit Integration die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben eigentlich erleichtern will und sollte.
Wir erleben da leider immer wieder ein Mißverhältnis von Wunschdenken und Wirklichkeit. Euphemismen wuchern da stets sehr schnell, fast schon wie eine Art Krebsgeschwür, große Wörter hört man in der Öffentlichkeit tönen, in der konkreten Praxis kann all dem dann mangels Personal, Sachmittel, aber auch durchdachter Strategien in keinster Weise entsprochen werden. Wo Nachhaltigkeit geboten wäre, herrscht häufig (organisatorisches) Chaos, wo man mehr Personal bräuchte, vor allem eines mit den entsprechenden Qualifikationen (also mehr Vielfalt!), müssen viele Schulen, relativ gesehen, mit viel weniger auskommen. Wo Förderung unverzichtbar wäre, kann sie objektiv nicht geleistet werden. Daß in diesem Zusammenhang der "Elternwille" -- gerade, was die Wahl der Schulformen und die inhaltliche Mitwirkung angeht -- seitens Politik und Öffentlichkeit mittlerweile einen zu hohen, weil sachlich unangemessenen, Stellenwert erhalten hat, erleichtert die Arbeit von Lehrkräften auch nicht gerade ... In diesem Zusammenhang hätte man sich vor einer solchen Öffnung von verantwortlicher Seite erst einmal tief mit Partizipationskompetenz beschäftigen sollen, denn mitbestimmen kann letztlich nur jemand, der dazu mindestens die sachliche Grundlage als notwendige Bedingung aufweisen kann. Wenn beispielsweise -- und dies ist nicht erfunden! -- eine Mutter einer Lehrkraft eine schriftliche Mitteilung übergeben läßt, in der jene Mutter festlegt, daß ihr Kind keine Hausaufgaben mehr zu machen braucht, dann spricht das Bände über die Entwicklung, welche Arbeit in Schulen immer mehr zu einer nicht mehr zu duldenden Belastung führt. Ein weiteres -- durchaus nicht seltenes -- Beispiel habe ich im April 2019 wieder einmal erfahren, diesmal aus dem Neu-Ulmer Raum: ein Schüler einer vierten Jahrgangsstufe (Grundschule!) sagte zu seiner Lehrerin wörtlich: "Sie haben mir überhaupt nichts zu sagen!" In jenem Fall handelte es sich um einen Schüler mit ausländischem Hintergrund, was man vielleicht mit der Internalisierung eines anderen, in unserer Gesellschaft nicht gerade üblichen Menschenbild erklären kann. Freilich kenne ich zumindest ähnliche Fälle auch aus sogenannten endemischen Kreisen und deren Erziehungsversagen. Es ist natürlich nicht richtig, von einem Einzelfall oder auch von mehreren Vorkommnissen derart "unorthodoxer" Art bereits auf die breite Allgemeinheit zu schließen. Aber: es trifft natürlich zu, daß bereits wenige derartiger Auswüchse genügen, um ein normales Unterrichten unmöglich zu machen. Daß darunter auf Dauer auch die Gesundheit der Lehrkräfte schwer leidet, ist ja bekannt. Stichwort: Burnout (was freilich eine etwas unspezifische Erklärung darstellt und einer jeweils differenzierten Bewertung nicht gerecht wird). Woher hat aber jenes Früchtchen des "Sie haben mir gar nichts zu sagen!" diesen unerträglichen Verhaltensimpetus? Vom Himmel gefallen dürfte er wohl kaum sein. Also doch eher die Übernahme von innerhalb der Familie (und / oder deren nahen Umfeld) geprägten Wertvorstellungen. Hier muß die Gesellschaft dafür sorgen, die Dinge wieder in ein erträgliches Licht zu rücken! Mehr Rückhalt für Schule und Lehrpersonal, mehr wirksame, konsequente Sanktionsmöglichkeit! Was unerzogene Kinder / Jugendliche, was verblendete Administration, was zumindest partiell unfähige Erzieher (Eltern) angeht, muß das bekannte alte Straußsche Diktum sinngemäß gelten: Es geht nicht, daß der Schwanz mit dem Hund wedelt ...
Ein kleines "Interludium", das die Sicht auf Spreu und Weizen in der Mitwirkungskompetenz von zur Erziehung Verpflichteten hinsichtlich schulischen Geschehens zumindest in Teilen aufzeigt, möchte ich hier dann doch präsentieren: es ist sicherlich erhellend, sollte aber auch darauf zielen, bisweilen zu unorthodoxem Verhalten zu animieren:
Ich kenne einen Fall, wo eine Mutter mehrfach von der Grundschullehrerin ihres ungezogenen Sohnes -- ebenfalls einer vierten Jahrgangsstufe wie im oben geschilderten Fall -- um Unterstützung gebeten wurde und die Dame dies stets mit Empörung und teilweise frechen Bemerkungen zurückgewiesen hatte. In ihren Augen waren an allem immer die anderen schuld, niemals ihr Sohn. Und der Junge war fortwährend aggressiv, mobbte und schlug andere Schüler, machte kaum Hausaufgaben, etc. (also die ganze Bandbreite möglicher schulischer Rentitenz ...). Nichts half. Die Lehrerin wurde mit diesem Problem allein gelassen. Geändert hatte sich nichts, der Schüler zeigte weiter -- gelinde gesagt -- extrem unangepasstes Verhalten in und außerhalb der Schule. Ich mache nun einen zeitlichen Schnitt. Jener Schüler kam in die (damals so genannte) Hauptschule, sein Verhalten war auch dort nicht besser, die Mutter ebenso stur uneinsichtig: auch hier waren stets andere schuld, nie ihr eigener Sohn. Nochmals ein zeitlicher Schnitt: Der schlecht bzw. falsch erzogene Sohn hatte nun die siebte Jahrgangsstufe erreicht -- Vorrücken stets nur aus "pädagogischen Gründen", was bedeutet, mit den schlechten Noten allein hätte er die Klassen jeweils wiederholen müssen. Eines Tages tauchte jene Erziehungsakrobatin von Mutter im Lehrerzimmer jener Schule auf, sie weinte hemmungslos. Was war geschehen? Ihr ach so guter Junge hatte wiederholt die eigene Mutter daheim verprügelt ... Ein Ergebnis ihrer (Nicht-)Erziehung? Kann man wohl annehmen, nicht wahr? Die umstehenden Lehrkräfte waren betreten, schwiegen hilflos (vielleicht auch einfühlsam). Einfühlsam wollte und konnte ich da allerdings nicht sein: ich sagte der Frau, sie habe nun die Ernte ihrer falschen Erziehung einfahren müssen und das geschehe ihr recht. Ich erinnerte sie an ihre Weigerung, die Lehrern der vierten Klasse damals zu unterstützen und an weitere affine Vorkommnisse. Ich sagte der Mutter noch, sie werde wohl derartige Erlebnisse mit ihrem Sohn wohl auch in der Zukunft hin und wieder erleiden müssen. Wie reagierten damals die anwesenden Lehrkräfte? Wie die meisten: schweigend (vor anderen), den Kopf betreten gesenkt (wie so oft in Situationen, wo sie sich entweder nicht positionieren wollen oder -- eher der Fall -- nicht offen zu ihrer Meinung gerade bei Anwesenheit von Vorgesetzten stehen können); später äußerten sich dann einige im Tenor, gut daß ich ihr klar die Meinung gesagt hätte, einer (Typ: notorischer Beschwichtigungsdeutsche / Leisetreter) blaffte als die Luft aus seiner Sicht wieder rein war, so könne ich ja nicht mit einer Mutter reden; dem entgegnete ich, daß er ja mitbekommen hätte, daß ich sehr wohl auf diese Art mit jemanden Klartext reden könne.) Dieses Beispiel zeigt unter anderem auch einen weiteren Grund, weshalb mit Lehrkräften häufig so respektlos umgesprungen wird, nämlich weil viele nicht fähig sind, eine glasklare Abgrenzung vorzunehmen und diese auch praktisch zu verdeutlichen. Einer Mutter, die mit der Note Vier ihres Sohnes -- ohnehin eine "Gnaden-Vier" war es, die sie erboste -- nicht einverstanden war und dies immer wieder gebetsmühlenhaft "Die Vier gefällt mir gar nicht!" (so als Vorwurf offensichtlich gegen mich gerichtet) betonte, gab ich nach mehrmaligen umfassenden Erläuterungsversuchen klar zu verstehen, daß ich mir ja sicher sein kann, jener wäre nicht mein Sohn und somit wäre nicht ich für den häuslichen Bereich, damit auch nicht für dessen dortiges Lernverhalten (Hausaufgaben erstellte jener, ansonsten sehr nette, aber etwas langsam agierende, Schüler eher selten ...) verantwortlich. Dazu erläuterte ich, daß meinem Vater und meine Mutter auch so manche Note, die ich ablieferte, nicht gefallen habe und sie dann entsprechend dafür sorgten, daß ich meine Arbeitshaltung positiv veränderte. Irgendwann meinte die Gute dann noch, sie werde sich über mich beschweren. Dies beantwortete ich mit höflicher Bestimmtheit, wo und wie sie sich an die Schulleitung wenden könnte, wo das Schulamt seinen Sitz hätte, auch die Regierung und das Kultusministerium. Zu guter Letzt sagte ich noch, falls sie sich auch noch an den Papst in dieser Sache wenden wolllte, könne sie diesen in Rom vorfinden. Sie meinte dann sogleich, so hätte mit ihr noch niemand geredet. (Was ich durchaus in Anbetracht ihres Verhaltens übrigens als Manko konstatieren mußte.) Daraufhin sagte ich noch zu ihr, sie hätte somit diesbezüglich halt ein Primärerlebnis gehabt. Abschließend sagte ich noch freundlich, schön daß sie vorbeigeschaut habe, streckte ihr zum (von mir definierten) Abschied noch die Hand hin und ließ sie stehen. Dann rauschte sie davon in Richtung Sekretariat. Ich ging zu meinem nächsten Unterricht; eine Schülerin hatte ihr Buch vergessen und ich wollte für sie ein Ersatzbuch aus dem Lehrerzimmer holen. Wer stand dort? Ja, sie, die begnadete Pädagogin. Zusammen mit der Schulleitung. Mich gesehen, geiferte jene Dame sofort los: Sagen Sie nun (zur Schulleitung), was sie eben alles zu mir gesagt haben -- dies dreifach in gepresster Intonation. Ich meinte nur, sie habe doch selbst einen Mund, könne demnach wohl auch selbst das alles erzählen und was dann davon der Wirklichkeit entspricht, werde ich schon bestätigen. Die Schulleitung meinte dann zu mir, ich solle doch mit der Frau X (also mit jener Mutter, Namen bleibt hier unerwähnt) mich um 13 Uhr (also nach Unterrichtsschluß) nochmals über diese Notenangelegenheit (die Note war gut abgesichert und belegbar!) unterhalten, woraufhin ich nur meinte, die Frau habe mich vorhin trotz mehrmaliger Erläuterungen nicht verstanden und ich gehe nicht davon aus, daß dies um 13 Uhr dann anders sein würde, ich werde jedenfalls meine freie Zeit nicht mit ihr vergeuden. Und dann ging ich und ließ beide stehen. (Am nächsten Tag meinte die Schulleitung, ich hätte ganz richtig gehandelt. Toll, wenn so ein Lob nicht bereits "ante portas" zu erkennen bleibt ...) Und ihr Sohn? Ein liebenswerter, junger Mensch (die nette Art hatte er offensichtlich wohl von seinem Vater, der mir gleichermaßen mehrfach als sachlich, freundlich und verständnisvoll bekannt geworden war). Er hatte wieder nicht seine Hausaufgabe gemacht. Ich schüttelte nur den Kopf, mußte dabei -- zugegebenermaßen -- sogar lächeln, dies aus tiefstem Inneren gespeist, erzählte ihm dann von meinem "Tanz" (so wörtlich) mit seiner Mutter am Vortage, sagte ihm detailliert worum es gegangen war, redete ihm nochmals zu, weshalb es unbedingt wichtig wäre, seine Hausaufgaben zu machen (er wollte ja auf einen Mittlere-Reife-Abschluß zusteuern!), bedeutete ihm aber auch, in Anbetracht des aufgeregten Verhaltens seiner Mutter werde ich ihr von der Nichterledigung der Hausaufgabe nichts erzählen. (Es hatte in der Vergangenheit ja auch nie etwas genützt, wenn eine entsprechende Mitteilung an die Empört-Mama geschickt worden war!)
Oder hätten Sie (ich meine den oder die Leser meines hier berichteten Interludiums über Erziehungspflichten und -versagen der Eltern) jenen netten Schüler jener ebenso kampffreudigen wie erziehungsabstinenten Mutter zum häuslichen Fraß vorgeworfen? Es hätte ja dem Jungen wirklich nicht geholfen, eher das Gegenteil wäre der Fall gewesen. So, Schluß, das muß an Beispielen für Nichtunterstützung durch das Elternhaus an dieser Stelle reichen. Natürlich gibt es zahlreiche Eltern, vielleicht sogar immer noch die größere Mehrheit, die vertrauensvoll, konstruktiv und in gebotener Diskussionskultur mit der Schule zusammenarbeiten können und wollen. Jenen könnte man durchaus auch die faktische Kraft des Elternwillen zubilligen. Jenen schon ...
Ach so, wer noch wissen möchte, wie es mit der vom Sohn verprügelten Mutter (s.o.) weiterging, dem sei das nicht vorenthalten: Sie wurde weiterhin mehr oder weniger häufig vom Sohn physisch und psychisch attackiert (der Sohn landete übrigens kurz nach Beendigung seiner "Schullaufbahn" nach mehreren Schüssen vor den Bug dann doch wegen Dealens und diverser anderen Delikte im Knast), jammerte weiterhin auch im Schulgebäude vor jenen, die sich das anhören wollten oder konnten und gründete -- jetzt kommt nochmals ein größerer Zeitsprung -- später zusammen mit einer ähnlich gearteten und auch so verorteten "Erziehungsexpertin" eine "Hilfsgruppe für den Umgang mit schwierigen Jugendlichen". Und wenn die beiden dabei erfolgreich gewesen sein sollten, dann wirken sie heute noch ...
Aber eines sollte bei allen (zumindest einschlägig negativen) Vorfällen stets gefragt werden: Gibt es eine Moral, die hinter alledem steckt, gibt es eine Verpflichtung zum Handeln? Ja, die gibt es! Aus der Moral und dem aus ihr eigentlich resultierenden Handlungsgebot sollten sich Lehrkräfte stets bewußt sein: sie sind nicht der Amboß für die "Unzulänglichkeits-Hämmer" anderer. Sie sind nicht der Fußabstreifer für die Trampeleien von Erziehungsunfähigen, Erziehungsunwilligen sowie Launen, aus der Hilflosigkeit anderer geboren. Lehrkräfte sollten sich rechtzeitig gegen Impertinenzen wirksam wehren. Dazu gibt es eine Reihe auch praktischer Möglichkeiten. Eine davon ist vor allem auch die "Fürsorgepflicht" des "Dienstherrn" zu reklamieren, sprich: diese energisch einzufordern. Wer hier sich alles gefallen läßt, wer hier nicht bereits den Anfängen wehrt, wer hier gar eine Haltung wie "Entschuldigung-daß-ich-lebe" an den Tag legt, der oder die hat schon verloren. Verloren hat man dann vor allem auch die Selbstachtung -- und dieses sollte nie und nimmer geschehen! Nochmals: Man kann sich wehren, man muß sich wehren -- immer dann wenn es aus sachlichen und vor allem auch aus gesundheitlichen Gründen geboten erscheint. Wer hier bei jenen Dingen und Verhaltensweisen, die falsch laufen, immer mit Selbstattribuierung arbeitet, ist auf dem falschen Dampfer. Aber auch eines sollte man niemals außer Acht lassen: selbst ist man genausowenig sakrosankt wie die anderen. Es geht im Miteinander (oder einem bisweilen notwendigen Gegeneinander) nur mit Achtung: mit Selbstachtung und mit der Achtung der anderen, sofern sie es durch ihr Verhalten verdienen. Und dieser Umstand verlangt selbstredend stets auch immer zunächst nach umfassender Klärung. Und hat man entsprechend geklärt, dann heißt es: zielführend handeln, sich nicht alles gefallen lassen ... (Und das wird natürlich nicht immer allen gefallen, aber was sein muß, muß eben sein!)
Wie überhaupt es auffällt, daß gerade jene "Erziehenden", die ihre Pflicht zur Erziehung nur schlecht oder gar nicht einlösen, besonders laut mit Vorwürfen gegen und Forderungen an Lehrkräfte tönen! Da läuft etwas gründlich schief, vor allem läßt sich auf dieser Ebene nicht das verwirklichen, was den Schulen von der Gesellschaft abverlangt wird: ausbildungsfähige und -willige junge Menschen, fundierte Studierfähigkeit, sattelfeste Grundlagen in Grundtugenden und Fähigkeit zur Eigeninitiative, Vermittlung hoher sozialer Kompetenzen und dann auch noch Integration von jungen Menschen, die mit den unterschiedlichsten Voraussetzungen den Schulen zugewiesen werden, dann aber in der jeweils ihrem Alter entsprechenden Jahrgangsstufe "individuell" von den Lehrkräften zu fördern sind; wohlgemerkt: dies auf der Basis teilweise völlig unterschiedlicher Vorbildung und extrem divergierenden Leistungsniveaus. Ganz zu schweigen von den vielfach faktisch überhaupt nicht umzusetzenden Inklusionsvorgaben! Im letzteren Fall wird sehr oft genau das Gegenteil dessen erreicht, was eigentlich Vorgabe (und sicherlich gut gemeint!) ist: nämlich die Stärkung von Identität und das Spüren wirklicher und umgesetzter Teilhabe. Nein, da wird vielen Inklusionsschülern (und ihren Eltern, von denen allerdings ein Teil durchaus einen eigenen Beitrag zu dieser Selbsttäuschung leisten!) etwas vorgegaukelt und das Ergebnis dürfte permanentes Frustrationserleben sein, denn der "Wettbewerb", das ständige Erleben von "Vergleichen", das Bewußtwerden des "man kann eben da auf dieser Ebene nicht mithalten" dürften wohl kaum zur Stärkung der Psyche dienen. Warum bleibt man nicht dabei, den Förderungsbedürftigen die jeweils individuell optimale Förderung zuteil werden zu lassen?! Das geschieht zumindest wie Schule derzeit gestaltet ist, immer noch auf den Förderschulen. So wie Inklusion gegenwärtig "organisiert" (meist: theoretische, amtliche Vorgaben ohne Chance auf entsprechende Durchführungsmöglichkeit!) ist, kann die Besserung der Verhältnisse für Menschen mit besonderem Förderungsbedarf jedenfalls nicht gelingen! (Eine andere Möglichkeit, die freilich sehr teuer und aufwändig wäre, diskutiere ich auf diesen Webseiten ebenfalls; aber da muß sich die Gesellschaft eben entscheiden, ob sie bereit ist diesen organisatorischen und, damit natürlich vor allem verbunden!, den finanziellen Preis zahlen zu wollen. (Geld dafür wäre vorhanden, man müßte es "nur" an anderer Stelle wegnehmen ...)
Weiterführende Schulen, damit werden längst all jene, ungeachtet ihrer tatsächlichen Leistungsfähigkeit, bezeichnet, welche dann an die Grundschule anschließen, haben eben die Aufgabe, ihr jeweiliges Klientel optimal auf das ihrem Profil entsprechende Gesellschaftsfeld vorzubereiten. Darunter sind vor allem Berufsorientierung und / oder Studienintentionen zu verstehen. Dazu muß man den Schulen aber auch die entsprechenden Möglichkeiten einräumen! Daß dies nicht mehr geschieht bzw. auf Grund der Strukturen und Belastungsmomente nicht mehr wie eigentlich gewünscht geschehen kann, belegen die in regelmäßigen Abständen wiederkehrenden Kritiken über mangelnde Ausbildungs- und Studierfähigkeit aus Industrie, Handwerk und auch von Hochschulen / Universitäten deutlich. Die jeweiligen Abbruchquoten sind für die offensichlichen Mängel ebenfalls sehr beredt.
Es macht ja auch wenig Sinn, wenn Grundtugenden und Grundlagen sowie Schlüsselqualifikationen auf der Strecke bleiben und man stattdessen dann das Getöne (mit offensichlich wenig durchdachten, weil die eigentlichen Probleme ignorierenden, Forderungen verbunden) nach "Tabletklassen", "mehr IT", dies am besten schon auf der fünften Jahrgangsstufe wenn nicht gar schon in Grundschulen, das Geschrei nach "Industrie 4.0" (dies häufig von Personen, die davon am allerwenigsten verstehen!), "Smartphones in die Schule!" etc. hören muß. Haben jene Apologeten sinnloser Forderungen eigentlich nicht begriffen, daß es ohne fundierte Grundlagen (und das sind -- bzw. sollten stets noch sein! -- immer noch Lesen, Schreiben, Rechnen) wohl kaum einen Sinn macht, eine weitere Belastung den Schulen und Schülern aufzuhalsen?! Klar, der Zeitgeist kräht nach mehr "Neue Medien", nach der Verwendung der diese dann stützenden Gerätschaften. Und dieser "Zeitgeist" wird vor allem von denjenigen befördert, die daran kräftig verdienen...
Leider macht es auch nicht immer Sinn, die vor dem realen Ort Tätigen zu befragen, denn die an Schulen ebenfalls verbreitete Subalternität sowie die, gewiß psychologisch gut erklärbare, Tendenz, sich mit Beschönigungen und Verharmlosung der realen (Schul-)Wirklichkeit zu entziehen, trägt nicht gerade zu einer tragfähigen Diskursbasis bei, ein "nota bene" hierzu natürlich notwendig: Insofern ein Diskurs von "höheren" Stellen und kollegiumsintern überhaupt gewünscht bzw. angestrebt wird ...
Mitwirkung erfordert, wie schon angedeutet, Sach- und Verhaltenskompetenz (natürlich auf allen Ebenen und auf allen Seiten, nicht nur bei der Elternschaft oder den jeweils Erziehungsverpflichteten). Zur Praktikabilität gehört natürlich auch sinnvoller und gezielter, damit auch zeitgemäßer Informationsaustausch. Das geschieht heutzutage sinnvollerweise über die Neuen Medien (natürlich nutze auch sie immer dann, wenn es mir sinnvoll, zeit-, arbeits- und ressourcensparend erscheint, wobei ich natürlich auch die Schnelligkeit der Informationsübermittlung schätze). So können Schulen (und alle anderen in diesem Kontext befassten Stellen) am besten ihre Beiträge über eine gut und übersichtlich (da nehme ich mir als Privatmensch und stets übender Schriftsteller natürlich mehr Gestaltungsspielräume und Freiheiten heraus!) gestaltete Webseite kommunizieren. Natürlich -- bei entsprechender (allerdings: freiwilliger!) Zustimmung -- gibt es weitere durchaus mehr oder weniger sinnvolle Foren des schnellen Informationsaustausches innerhalb der Arbeitsweise mit den Neuen Medien. Wer da heute noch mit (den teueren) Verfahren des Kopierens und des Papierverbrauches operiert, der lebt nicht nur die Devise "I'm so far behind, I think I'm first!" vor (sprich: diejenigen sind dann wirklich nicht mehr von gestern, sondern gar von vorgestern), sondern steht auch im Widerspruch zu der mittlerweile allseits propagierten Schonung von Ressourcen. Wenn dann die Inhalte dann auch noch von gestern sind, dann hat man hier sicherlich auch einen eigenen Mangel an zeitgemäß notwendiger Kompetenz gezeigt. Allein wer und was bei der Gestaltung und Umsetzung von "Rundbriefen", "Extrablättern" (welch unzeitgemäßer Tobak!), "Infos", etc. alles beteiligt ist, sollte zum Innehalten mahnen: es geht einfacher, schneller und vor allem auch: billiger. Aber wie auch immer: die Inhalte eines Austausches mit unterschiedlichen Adressaten sollten auf jeden Fall das wie auch immer geartete Tun wert sein und rechtfertigen. Die Welt ist ohnehin längst viel zu voll von Überflüssigkeiten und Selbstbeweihräucherung! Da gilt dann: schade um Zeit und Aufwand, es gibt wirklich Wichtigeres, somit Wichtiges zu tun ... Wie übel das ausarten kann, zeigt gegenwärtig die ARD mit ihrer "Framing"-Eskapade, die den Gebührenzahler zudem runde 120.000 Euro gekostet hat. Nein, es sollte reichen, daß Qualität das Miteinander, das Aufeinanderangewiesensein, das An-einem-Strang-ziehen verdeutlicht. Mit Wörtern, mit Beschwörungen, wie oft und gebetsmühlenhaft sie auch immer wiederholt werden, läßt sich nichts wirklich Verbindendes erzwingen. (Achten Sie einmal auf das törichte, mit penetranter Langsamkeit und Eindringlichkeit suggerierende "WIR sind --- DEIN ARD!" und dessen geistige Ableger beim Rundfunkhören! Ich empfinde das nur mehr als Unverschämtheit -- sind die Adressaten wirklich so dumm, das nicht zu durchschauen?, als Vergeudung von Geldern -- gerade mit dem Geld anderer sollte man besonders behutsam umgehen; dies gilt auch für Schularbeit, zudem als geistlose Einfaltslosigkeit -- um nur einige ärgerliche Attribute jener sinnlosen Kampagne zu nennen. Was das mit der Kommunikation zwischen Schule und Eltern, zwischen Schule und Administration, zwischen Schule und Öffentlichkeit zu tun hat? Eine ganze Menge! Denn auch diese Kommukation sollte auf jeden Fall offen, ehrlich und transparent sein, zudem stets auch einer legitimatorischen Basis entsprechen. Sachlichkeit! Nennen von Problemlagen und -stellen! Zulassen von anderen Denkmodellen! Es darf keine (auch) auf diesem Gebiet keine "heiligen Kühe" geben! Vor allem auch dürfen Hierarchien und deren jeweiligen Positionsrolleninhaber auch nicht im geringsten Ansatz den Eindruck einer quasi-monarchistischen Struktur erwecken. Das bedeutet im Klarttext vor allem die Forderung nach Abwesenheit von Selbstüberhöhung: niemand ist sakrosankt, niemand hat vor allem den Anspruch auf Unangreifbarkeit! Jeder, jede Beiteiligte(r) muß sich und sein Tun, seine Ideologie hinterfragen lassen! Schule kann nur funktionieren, wenn sich nirgendwo auch nur irgendwelche Spuren von Repressionstendenzen zeigen. Leider ist der Einfallsreichtum menschlicher Machtausübung sehr groß. Man wird freilich selten irgendwelche expliziten Drohungen erfahren, jedoch genügen bereits bei vielen Personen schon die leisesten Andeutungen, aus impliziten Kontexten abgeleitet, welche Unterwürfigkeit, Furch und Ängste auslösen (können), dies mit dem Ergebnis der Verhaltensunsicherheit. Und gerade Schule wird nicht mit einer Unterwürfigkeit des Personals funktionieren können, sei sie "freiwillig" oder gar manifest erzwungen. (Manche Kenner der Szene werden sich da vielleicht noch an die eher leise Kritik hinsichtlich schulischer Gestaltungsmängel, diese eigentlich unübersehbar zudem als produktiver Beitrag zur Besserung der Verhältnisse gedacht! -- einiger Schulleiter erinnern, die dann deswegen an die Regierung von Unterfranken zitiert wurden und dort offensichtlich "zur Schnecke" gemacht wurden ... Jene Schulleiter, einige von ihnen bereits kurz vor der Pensionierung, sollen -- so ein Verbandsvertreter -- mit Tränen in den Augen vor ihrem Regierungs-"Vorgesetzten" gestanden haben. Ich verstehe beide Seiten da nicht: jene eigentlich "gestandenen" Schulleiter, die sich derartig rüdes Verhalten gefallen ließen, faktisch den absoluten Untertan gaben, aber auch nicht jene(n) in der Regierung, die sich derart autokratisch aufspielten. Da hätte ich mir ein Kultusministerium als obersten Dienstherrn gewünscht, das konsequent im Interesse gelebter Demokratie und im Sinne des grundgesetzlich verbrieften Rechts auf freie Meinungsäußerung (die "gebotene Zurückhaltung", die das Dienstrecht hier hinsichtlich Äußerungen in der Öffentlichkeit auferlegt, dürfte hier wohl kaum im Interesse jenes Regierungshandelns greifen ...) ein Exempel statuiert hätte. Den Kritikern hätte ein großes Lob gehört, nicht diese freche und peinliche Bloßstellung. Da wird man doch sehr schnell an Kurt Tucholsky erinnert: "In Deutschland gilt derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als derjenige, der den Schmutz macht." Nein, wie will Schule in einer Demokratie entsprechend funktionieren, wenn es -- aus vielfältigen Gründen -- immer noch "die Angst vor oben" gibt, wenn Kritik nicht als wertvoller Beitrag zur Verbesserung der (ganz gewiß auch stark zu verbessernden!) Verhältnisse wertgeschätzt wird. Damit der Leser nicht den Faden verliert, hier zur Erinnerung einige Bereiche, in denen es mehr als hapert: Inklusion, Integration, Vermittlung von Schlüsselqualifikationen, Elementarbildung, Grundfertigkeiten, Grundkenntnisse, Transparenz, bisweilen fehlt es auch an strikter Einhaltung von gesetzten Regeln und Verfahrensvorschriften, Selbstherrlichkeit im Handeln ist leider ebenfalls immer wieder ein leidiges Problemfeld, das unerträgliche Arbeiten mit euphemistischer Umschreibung von eigentlichen Bauplätzen, und, und, und.
Mittlerweile haben fast alle Menschen Zugang zum Internet (nicht zuletzt die von öffentlicher Seite betriebene Smartphone-Verwendungs-Manie an Schulen deutet in diese Richtung ...), und wenn nicht direkt dann zumindest indirekt. Also kann man Informationen über Veranstaltung an der Schule auf diese Art kundtun. In seltenen Einzelfällen, z.B. Forderung zur Zahlung von "Papiergeld" für (Arbeits-)Kopien oder von Kosten für Ausflüge, Kinobesuche und andere Veranstaltungen können durch klassenweisen Eintrag in Hausaufgabenhefte geltend gemacht werden. (Hier sollte dann jedoch die Ausstellung einer jeweils individuellen Quittung über erhaltende Beträge obligatorisch sein!) Macht es wirklich Sinn, über vergangene Veranstaltung zu berichten, dann noch das Programm erneut abzudrucken obwohl es den Besuchern zu Beginn jener Veranstaltung bereits ausgehändigt worden war? Nochmal: diejenigen, die nicht anwesend waren, haben entweder ohnehin kein Interesse daran oder aber wurden von Besuchern und ihren Jugendlichen darüber unterrichtet. Vor allem gilt doch auch: Who wants yesterday's papers? (Übrigens auch ein Titel eines frühen Rolling Stones Songs.) Termine sollten rechtzeitig, wenn möglich bereits zu Schuljahrsbeginn online bekannt gemacht werden. Vielleicht empfiehlt sich da dann doch in Einzelfällen einmal die schriftliche Information gegen eine Empfangsbestätigung durch die Erziehungsberechtigten; dies aber nur, wenn es wirklich Wesentliches und Verbindliches mitzuteilen gilt. Wer dies bereits bei banalen Mitteilungen einfordert, verkennt die Bedeutung schulischer Wesentlichkeiten und setzt sich dem Verdacht profilneurotisch orientierter sinnentleerter Aktionismen aus. Ist es denn wirklich wichtig, zu berichten, was es wann und wo bei Veranstaltungen zum Essen gab, daß eben für das "leibliche Wohl" gesorgt war, wer alles anwesend war, welche Arten von Selbstverständlichkeiten ritualisiert wurden? Und falls doch: dann damit allenfalls ab in die Webseite der jeweiligen Schule und nicht über kostenträchtige Kopien verteilen! Information sollte mindestens zweierlei sein: von tatsächlicher Bedeutung und anregungsstiftend. Vor allem aber auch: exemplarisch. All die Selbstverständlichkeiten und Nebensächlichkeiten (die man sinnvollerweise besser nicht zu Hauptsächlichkeiten aufbauscht, denn das könnte in letzter Konsequenz lächerlich geraten ...) machen nämlich kein nennenswertes, auf Besserung der Verhältnisse ausgerichtetes Schulleben aus! Was soll das, wenn in einem lapidaren Satz erwähnt wird, daß eine Klasse irgendwohin ein Abschlußfahrt gemacht hat, daß dies "abwechslungsreich" und "spannend" war und sonst kein Jota mehr an Information bereitgestellt wird? Wenn man schon darüber Weiterführendes und Anregendes aussagen möchte (was durchaus auch Sinn machen könnte), dann bitte doch Details, Erfahrungseindrücke, Tip(p)s für Nachfolgende, etc. -- und ab damit auf die Webseite. Jedenfalls keine wie auch immer geartete Papierverschwendung dafür. Die Lebendigkeit einer Schule, die Qualität ihrer Arbeit, aber auch die vorhandenen und zu beseitigenden Defizite werden nicht durch oberflächliche Pamphlete deutlich. Dieses Wissen sollte Allgemeingut sein!
Eine zumindest mir besonders auffallende Aussage fand ich in einer solchen Mitteilung, die mir eine Schülerin einer weiterführenden Schule (hier: einer Mittelschule) gezeigt hat. Damit greife ich den Begriff "weiterführend" von weiter oben nochmals auf. Es ging in jenem Pamphlet um den Hinweis auf einen Tanzkurs. Da wurde festgestellt, daß besagte Schule jenen Tanzkurs in Kooperation "mit den anderen weiter führenden (sic!d.V.) Schulen" des Ortes gestaltet. Was der Unterschied zwischen "weiterführenden" und "weiter führenden" Schulen ist, sollte den Verantwortlichen für eine Publikation eigentlich bekannt sein, zumal all diese den Status der "weiterführenden Schule" reklamierenden Institutionen seit Jahrzehnten dieser Begriff gängige und verbindliche Terminologie ist. Nur ein Rechtschreibfehler, nur ein Flüchtigkeitslapsus? Das würde bedeuten, daß mit einer gewissen Oberflächlichkeit und Sorglosigkeit an jenem zudem extrem dünnen Elaborat gearbeitet worden wäre. Von all den vielen Überflüssigkeiten einmal abgesehen, gerade wenn ein derart wesentlicher Begriff falsche Verwendung findet (Wieviele weiter führenden Schulen mag es wohl an einem Ort geben? Gibt es da mehrere "erste Plätze" gleichsam ähnlich wie bei Leistungsgleichheit in sportlichen Wettkämpfen oder was?), kommt schon (bestimmt nicht nur bei mir!) der Verdacht auf, daß hier mehr Sorgfalt auf die Nebensächlichkeiten als auf die hauptsächliche Ebene gelegt werde.
Summa summarum mag gerade diese letztgenannte Entdeckung (die ich durchaus nicht als Kleinlichkeitskrämerei oder gar Korinthenkackerei, bewertet sehen möchte noch dies kann! Dafür ist der aufgezeigte Unterschied doch allzu elementar weil einer der wesentlichen Definitionen, wenn nicht gar die momentan wesentlichste, nicht geläufig zu sein scheint, somit ist diese Fehlerhaftigkeit letztlich auch gewiß erhellend!) solcher überflüssigen Druckexemplare mich dem Bereich großer Worte naheführen, in diesem Fall in Analogie einem "Si tacuisses ..." (sprich: wenn man diese Veröffentlichung doch zumindest auf diese kostspielige Weise besser unterlassen hätte ...). Und -- nochmals etwas Latein darf es durchaus an dieser Stelle gerade mit Blick auf den schulischen Kontext sein -- vor allem einem für alle (nicht nur) schulischen Felder geltenden: multum non multa. In diesem Sinne abschließend, ein wirklich gutes Gelingen im Beseitigen von Widrigkeiten und Überflüssigkeiten innerhalb schulischer Gestaltungsspielräume vor allem auch im Interesse der nachwachsenden Generation(en) und einen zumindest kleinen, wirksamen Impetus hinsichtlich Beförderung echter diskursiver Anstrengungen auf einer Basis der dazu notwendigen (wenn auch noch nicht: hinreichenden) Bedingungen ...
|